Geschenke für den Vierbeiner: Hundehalsband nähen

Aktualisiert am 20. Juni 2020 von Selda Bekar

Hundehalsband nähen
Hundehalsband nähen

Unsere liebsten Familienmitglieder auf vier Beinen wollen an Weihnachten natürlich auch nicht vergessen werden. Du kannst ihm dieses Jahr ein Hundehalsband nähen. Er oder sie freut sich sicherlich, auch ganz chic Gassi zu gehen. Das Schöne daran: Du kannst es genau auf die Größe deines Lieblings anpassen und so sitzt später alles perfekt und er wird es liebend gerne tragen.

Hundehalsband nähen: Das richtige Material

Wenn du ein Hundehalsband nähen willst, solltest du zunächst in deinem Materialschrank sehen, ob du alles vorrätig hast. Wenn nicht: Shopping-Time! Du brauchst:


  • (Rips-)Band in doppelter Länge des Halsumfangs deines Lieblings
  • Zwei D-Ringe
  • Ein Karabinerhaken
  • Passendes Nähgarn
  • Verzierung nach Wunsch (z.B. Nieten, KamSnaps, Knöpfe etc.)
Natürlich solltest du wie immer auch deine üblichen Nähwerkzeuge (Nähmaschine, Schere, Stecknadeln, WonderClips) bereithalten.

Den Liebling vermessen

Bevor du mit dem Nähen startest, musst du die Länge des Halsbandes ermitteln. Dazu legst du ein Maßband um den Hals deines Hundes. Ziehe es nicht zu fest, sondern so, wie das Halsband später sitzen soll. Messe auch nicht zu locker, nicht dass der Rabauke später mit dem Kopf durchschlüpfen und sich aus dem Staub machen kann.

Tipp: Du kannst zum Vermessen auch einfach das aktuelle Halsband deines Lieblings nachmessen.

Hundehalsband nähen: Der Zuschnitt

Für das Halsband musst du nun von deinem Ripsband insgesamt drei Teile zuschneiden.

  • 2 Mal Halsband (Ober- und Unterseite): Länge des Halsumfangs + 8 cm
  • 1 Mal Schlaufe für den D-Ring: 6 cm
Tipp: Du kannst die Unterseite des Halsbandes auch aus Plüsch oder Kunstfell nähen – so wird das Halsband besonders kuschelig. Hierzu schneidest du dir einfach einen passenden Streifen zurecht. Lasse an den langen Seiten jeweils 1 cm Nahtzugabe stehen.

Bei ausfransenden Stoffen: Kanten versäubern

Wenn du die Unterseite aus Fell nähst, versäuberst du zunächst die langen und kurzen Kanten und bügelst sie anschließend rundherum um 1 cm nach innen. Wenn du für die Unterseite ebenfalls Ripsband verwendest, kannst du diesen Schritt weglassen.

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Ober- und Unterseite verbinden

Lege nun die Ober- und Unterseite des Halsbandes links auf links zusammen. Die schöne Seite des Bandes ist jeweils außen. Achte darauf, dass die versäuberten Kanten schön nach innen geklappt sind und zwischen den Lagen verschwinden. Fädle einen der D-Ringe auf die Oberseite und schiebe ihn bis in die Mitte. Stecke nun alle Lagen zusammen und steppe rundherum knappkantig ab.

Tipp: Vor- und nach dem D-Ring nähst du so weit heran, wie es deine Maschine zulässt. Der D-Ring dient dazu, später die Leine zu befestigen.

Hundehalsband nähen: Verschluss anbringen

Nun fädelst du auf einer Seite des Halsbandes den zweiten D-Ring auf und schlägst das Band um 3 cm nach hinten um, so dass der Ring in einer Schlaufe liegt. Steppe das umgeschlagene Ende gut fest. Für den Karabiner-Haken Bildest du aus dem kleinen Stück Band ebenfalls eine Schlaufe und fädelst den Ring des Karabiners auf. Steppe die Schlaufe 6 cm vom Ende des Bandes auf dem Halsband fest.

Tipp: Mit diesem Vorgehen liegt der Verschluss auf dem Band und kann so deinen Liebling nicht stören oder Haare einzwicken.

Individuelle Verzierungen

In der Basisversion kannst du jetzt bereits ein Hundehalsband nähen. Wenn das gut klappt, kannst du dich nun an individuellere Varianten wagen. Du kannst z.B. auf der Oberseite Nieten anbringen. Sehr gut eignen sich hier z.B. bunte Ösen. Diese sind flach und ohne scharfe Kanten. Du kannst natürlich auch Schraubnieten anbringen.

Tipp: Wenn du Ösen oder Nieten anbringst, mache dies immer nur in der Oberseite, bevor du beide Stofflagen zusammennähst.

Hundehalsband nähen: Die passende Leine

Passend zum Halsband kannst du auch eine entsprechende Leine selbst herstellen. Dazu brauchst du:

Tipp: Wenn du die Leine länger oder kürzer haben möchtest, Passt du die Länge deines Ripspandes einfach entsprechend an.

Leine nähen

Um die Leine zu nähen, gehst du wie folgt vor:

  • Schlage eine Seite des Ripsbandes um 2 cm ein.
  • Anschließens bildest du eine Schlaufe von ca. 10 cm und steppst diese am Band fest.
  • Bringe am anderen Ende den Karabiner-Haken an.
  • Dazu bildest du ebenfalls eine Schlaufe von ca. 4 cm, in die du den Karabiner einfädelst.
  • Steppe den Umschlag fest.
Fertig ist deine neue Hundeleine.

Alternative zum Karabiner-Verschluss

Manche Hunde mögen es nicht so gerne, wenn das Halsband klappert. Bei einem Karabiner-Verschluss kann das vorkommen, weil Metall auf Metall trifft. Wenn du lieber keinen Karabiner-Haken verwenden willst, kannst du auch eine Steckschnalle anbringen.  Hierbei solltest du darauf achten, dass die Schnalle das Halsband verlängert. Kürze daher das Ober- und Unterteil des Halsbandes pro Seite um die halbe Länge der Schnalle. Für das Befestigen der Schnalle solltest du pro Seite ca. 5 cm Band vorsehen, damit du den Umschlag noch bequem feststeppen kannst.