Körnerkissen nähen: Helferlein in warm und kalt

Aktualisiert am von Selda Bekar

Körnerkissen nähen
Körnerkissen nähen

Körnerkissen nähen ist einfach und kann auch von Nähanfängern bewältigt werden. Ein Körnerkissen kann im Ofen oder der Mikrowelle erwärmt werden und bei Krämpfen, kalten Füßen oder als Vorwärmer im Bett verwendet werden. Ebenso hilfreich sind kalte Körnerkissen aus dem Eisfach. Diese kühlen bei Verletzungen, Fieber, oder einfach nur an heißen Sommertagen. Außerdem kann man auch auf Körnerkissen schlafen, wenn man die Festigkeit angenehm findet.

Je nach Körnerfüllung entfalten Körnerkissen einen beruhigenden oder belebenden Duft und absorbieren Feuchtigkeit auf unterschiedliche Weise. Im Folgenden haben wir Tipps zur Auswahl der Körner und des Stoffes für dich zusammengestellt.

Körnerkissen nähen – viele Einsatzmöglichkeiten

Wie du schon gesehen hast, können Körnerkissen heiß und kalt zum Einsatz kommen. Je nach Zweck sollten Größe, Form und Stoff ausgewählt werden. Halbmondförmige Körnerkissen eignen sich prima für den Nackenbereich, kleine Taschenkissen sind praktisch für unterwegs und flache Kissen kann man universell einsetzen. Du kannst die Formen beliebig anpassen. Für Kinder kannst du Körnerkissen in Kuscheltierform nähen. Das muntert auf und lenkt von Schmerzen oder Übelkeit ab. Als Wärmflaschenersatz passt das Körnerkissen in Form eines Kuscheltiers wunderbar zu den restlichen Plüschtieren im Bett.

Materialauswahl

Vorab solltest du dich fragen, ob du ein Körnerkissen mit einem Bezug nähen möchtest, oder ob der Bezug gleichzeitig die Hülle ist, die die Körner fasst. Wenn du das Kissen in der Waschmaschine reinigen möchtest, ist es einfacher Kissen und Hülle zu nähen. Der Teil des Kissens, der die Körner enthält, sollte aus Baumwolle bestehen, denn er darf in Microwelle und Ofen nicht schmilzen. – Polyester ist daher nicht geeignet. Die Außenhaut des Körnerkissens sollte hautfreundlich und gegebenenfalls waschbar sein. Verwende einen sehr feinmaschigen Stoff, damit abgeriebene Schalenteile nicht aus dem Kissen herausrieseln.

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Körnerkissen nähen – die Materialien und Werkzeuge im Überblick

Bevor es losgeht schaue, ob du folgendes vorrätig hast:

  • passenden Stoff
  • Garn – auch hier auf Baumwolle achten
  • Körner zur Füllung
  • Zickzack-Schere – je nach Modell
  • Klettverschluss, Druckknöpfe – je nach Modell

Zudem benötigst du deine Nähmaschine, Bügeleisen, Schere und Kreide, ein Lineal, Nadeln und eventuell einen Rollschneider.

Körnerkissen nähen: Welche Körner soll ich nehmen?

Als Füllung für Körnerkissen eignen sich verschiedene Getreidesorten, Kirschkerne, Samen, Blütenblätter, Kräuter und Gewürze. Manche sind klein, andere gröber, manche duften, knirschen und alle fühlen sich unterschiedlich an. Eine gute Übersicht findest du bei Giraffenland. Du kannst nach Belieben auch Körner und Kräuter miteinander mischen. Talu und Shabby-it-yourself haben dazu umfassende und handliche Beiträge geschrieben. Darin erfährst du, worauf du beim erhitzen, kühlen und pflegen Acht geben solltest.

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Klassische Körnerkissen nähen

Die Alleskönner unter den Körnerkissen sind kleine rechteckige Kissen, die bequem in Microwelle und Eisfach Platz finden. Sie sind daher auch ganz einfach zu nähen und können in verschiedenen Varianten gefertigt werden. Länglich und mit einzelnen Körnerkammern sind die Kissen von Herzbotschaft und Verflixt&Zugenäht. Die Kammern halten die Körner gleichmäßig im Kissen verteilt. Die längliche Form lässt sich gut über die Schultern oder den Magen legen. Ein hübsches Farbbeispiel mit Kontraststoff zeig dir FellowFellow.

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Handwärmer mit Körnern

Dass man Körnerkissen auch als Taschenwärmer verwenden kann, siehst du bei Mamaninadesign. Die kleinen Kissen sorgen im Winter für warme Hände. Dazu reichen schon ein paar Stoffreste und zwei Tassen Reis. – Fix vernäht und fertig sind die Minikörnerkissen!

Körnerkissen nähen in Tierform

Wenn du Körnerkissen nähen möchtest, die Kinderaugen zum lachen bringen, haben wir hier einige Vorschläge für dich. Natürlich kannst du auch jede andere Kuscheltierform nehmen und ein Körnerkissen daraus machen.

  • Für Miezekatzen-Fans kannst du die Miau-Tröstekatze von ImmerMalWasNeues nähen.
  • Hundefans sollen natürlich nicht zu kurz kommen. Für sie ist der kleine Terrier von CraftsalaMode eine hübsche Idee.
  • Eine niedliche Eule gibt es von Kristallzauber
  • Bei InspirationMadeSimple findest du ein Häschen.
  • Einen Drachen, der sich prima für den Nacken eignet, findest du bei Urbanthreads.
Upcycling-Tipp: Wie du aus Stoffresten oder aussortieren Handtüchern noch praktische und hübsche Körnerkissen nähen kannst, zeigt dir Pinterest.

Spezielles Körnerkissen nähen gegen Unterleibsschmerzen

Ein ganz besonderes Körnerkissen, das vor allem für Frauen hilfreich sein dürfte, ist der Weiberwärmer von DIY-family. Dabei werden zwei längliche Körnerkissen durch Klettverschluss verbunden und um die Taille gelegt. Rücken und Bauch werden gleichzeitig gewärmt und du kannst damit herumlaufen. Auseinandergenommen kannst du die Kissen auch einzeln nutzen. – Praktisch und hilfreich!

Wir wünschen dir viel Spaß beim anschauen und nähen!